«Clap & Slap» bringt zwei befreundete Künstler*innen aus Belarus und Litauen auf die Bühne, zweier Länder, deren Beziehungen seit Russlands Angriff auf die Ukraine weitestgehend eingefroren sind.
Zwei Körper treffen aufeinander, stossen heftig zusammen und verweilen in verletzlicher Nähe. Ohnmacht und Verantwortung vermischen sich, zwischen gewaltvollen Ohrfeigen und spielerischem Klatschen. Hintergrund der Performance «CLAP & SLAP» ist eine politische Realität. Nach der russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022 haben sich die Spannungen in umliegenden Ländern verschärft. Besonders zwischen Litauen und Belarus, der Länder der beiden Künstler*innen Agnietė Lisičkinaitė und Igor Shugaleev. Während Agnietė Lisičkinaitė in Vilnius vor der belarussischen Botschaft demonstriert, beteiligt sich Igor Shugaleev an den Protesten in Belarus 2020, worauf er das Land verlassen muss.
Zwischen den beiden Künstlern entfaltet sich – ausgehend von parallelen Erlebnissen und unterschiedlichen Positionen – ein zögerlicher Dialog über Zugehörigkeit und Verantwortung, Angst und Widerstand, persönliche Traumas und geopolitische Gewalt.
Wie viel individuelle Verantwortung trage ich? Habe ich genug getan, um gegen Gewalt anzutreten? Wo muss ich in meinen Überzeugungen standhaft bleiben und wann auch unangenehmen Dialog aushalten? Ein emotionales Stück ohne einfache Feindbilder und ohne Versprechen von Versöhnung.
Mitwirkende und Zusatzinformationen:
Agnietė Lisičkinaitė & Igor Shugaleev
Informationen zur Veranstaltung
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